Verliebt sein

Dieses Prickeln, wenn der Andere den Raum betritt. Dieses ihn spüren, auch wenn man ihn noch gar nicht mit den Augen erkannt. Seinen Geruch in der Nase, sofort. Dieses umeinander schleichen, abtasten mit allen Sinnen. Der Tanz mit den Worten und die aufbrausende Geilheit im Kopf, wenn die Worte sich nicht erklären müssen und Geist und Seele sich so fett angefüttert fühlen.
Dieses Werben, Umkreisen, dieses Wechselspiel von Distanz und Nähe; näher, näher, zurück, drei Trippelschritte nach links, zwei nach rechts, näher, vor, zurück
Der Einbruch des Anderen in die eigenen Träume. Begehren, irrsinnig, verrückt, ziellos, wachsend.
Die ersten beiläufigen Berührungen. Schauder, Gänsehaut, Zittern, feuchte Lippen. Die Verabschiedung des Verstandes und jedweder Zeigefingerzweifel. Loderndes Feuer und erlösendes Verbrennen. 
Jesses, manchmal zieht sich das eine Ewigkeit und es ist und bleibt etwas absolut Besonderes.

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