Die Quadratur des Schmerzes

Solange ich mich gegen ihn wehre, ist er einfach nur giftgrün, stinkt barbarisch und in mir ist nur ein Verlangen: Abstellen! Jetzt, gleich, sofort!
Gelingt das nicht, dann versuche ich ihn wegzudenken. Saublöd, weil in dem Augenblick fange ich an mit ihm zu kommunizieren und er verändert schelmisch lockend die Farben von grün nach braun, dann nehmen die Rottöne zu und die Gerüche schwellen nasserdig an. Er zwängt sich in meine anderen Wahrnehmungskanäle, fährt den Bass auf und webt einen warm bis feuerkalten Kokon um mich. Für das Irgendwann ab dann, da gibt es keine Worte mehr, keine konkreten Bilder. Es wird symphonisch. Weil Worte unauffindbar, kann ich es auch ab dem Moment nicht mehr beschreiben. Ich könnte ihn malend mit Tönen unterlegen, einen Geruch darüber stäuben und man müsste gleichzeitig an ihm lecken und mit den Fingern drüber fahren, um seine Gestalt zumindest ahnen zu können.

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