Deine Sehnsucht

Du sagst, ich soll Dich strafen und quälen. Warum? Weil Du für mich leiden wollest, sagst Du. Für mich? Woher nimmst Du die Gewissheit, dass gerade dieses Leid mich lächeln lässt?
Du sagst, ich soll Dich benutzen und erniedrigen. Die passenden Bilder zu Deiner Fantasie legst Du mir zufällig gefällig täglich vor die Füße. Ich stolpere darüber und kicke sie beiläufig in die nächste Ecke.
Du sagst, ich soll Dich behandeln wie Dreck. Sorry, ich dulde keinen Dreck in meiner Nähe, und sogar mit unvermeidbarem Schmutz gehe ich sorgsam um.
Du sagst, ich soll Dich erziehen und formen nach meinen Vorstellungen. Nach meinen? Wie kommst Du bloß darauf, Du seiest nicht ganz und gar genauso, wie ich Dich will? Du wärst nicht an meiner Seite, wäre es anders.
Du schenkst Dich mir, und als Dank dafür weide ich mich an Deiner Sehnsucht, quäle Dich mit Versagung, verweigere Dir die Kopien einer mittelmäßigen Secoundhandverlustigung, kleide Dich in meinen Duft und lasse Dich so sein, wie Du bist. 
Ich bin eine widerliche Sadistin, mein Kleiner. Ja!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen